
Einleitung
Die Hanna gGmbH ist eine gemeinnützige Organisation die seit 2002 Kindertagesstätten betreibt.
Wir fördern Eigeninitiative und orientieren uns an Erziehungs-Modellen, die Selbstständigkeit fördern und eine ganzheitliche Entwicklung ermöglichen. Wir sind überparteilich, nicht konfessionell gebunden und respektieren andere Ansichten und Lebensformen.
Wir sehen das Kind als eigenständige Persönlichkeit an (und glauben daher nicht, die eigene Welt des Kindes in allen Facetten verstehen zu können). Der Respekt vor dem kindlichen Wesen zeigt sich durch das Bestreben, die Signale, Fragen, Bedürfnisse der Kinder sensibel wahrzunehmen und angemessen zu reagieren.
Wir glauben, dass Lernen der Schlüssel für zufriedenes, erfülltes Leben ist. Deshalb setzen wir alle unsere Kenntnisse ein, um mit den vorhandenen Mitteln größt-möglichen Nutzen für die Kinder zu erlangen.
„Bildungsprozesse sind Tätigkeits- und Ausdrucksform ihrer individuellen und sozialen Existenz, Lern- und Lebensgeschichte…“ (Prof. Dr. Liegle, Tübingen).
Die Basis der pädagogischen Arbeit
Die Kindertagesstäten haben jeweils ein eigenes pädagogisches Profil entwickelt, das wir als Träger fördern und ergänzen wollen. Im Wesentlichen arbeiten die Einrichtungen nach dem situationsbezogenen Ansatz, auch in Verbindung mit einer Orientierung nach dem Reggio-Konzept. In diesem Rahmen werden Schwerpunkte gesetzt nach musischer Bildung, psychomotorischer Entwicklung usw.
Der Umgang mit den Kindern basiert auf einer gründlichen Ausbildung und Fortbildung zu entwicklungspsychologischen Prozessen und der Bedeutung von Alltagserfahrungen.
Wir versuchen, die Prozesse der Aneignung von Wirklichkeit, des Lernens durch Spielformen und Selbsttätigkeit der Kinder zu gestalten. Aus der Situation heraus führen ErzieherInnen den Dialog mit den Kindern, entwickeln pädagogische Angebote und neue Projekte.
An der Reggio-Pädagogik orientiert ist für uns die Bedeutung des „Raumes als dritten ErzieherInnen“ wichtig, was zu der praktischen Konsequenz führt, die uns übergebenen Häuser und Gärten konsequent zu sanieren und neue Nutzungsformen zu entwickeln.
Der Rahmen der pädagogischen Arbeit
Nach § 1 des KJHG hat jedes Kind ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Im § 22 des KJHG wird die Aufgabe der Kindertagesstätten nach Betreuung, Bildung und Erziehung festgeschrieben. Das KJHG, SGB VIII und die landesrechtlichen Regelungen, eingeschlossen kommunale Durchführungs-bestimmungen, bilden den gesetzlichen Rahmen für unsere Arbeit. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Punkt 3 des § 22 des KJHG.
Das Berliner Bildungsprogramm benennt Bereiche und Felder, die den pädagogischen Fachkräften Anregungen geben, wie Kinder Kompetenzen in diesen Bereichen erwerben können. Dazu gehören auch Methoden der Dokumentation (Sprachlerntagebuch), die zu verstärktem Dialog mit Eltern führen. Die interne und externe Evaluation soll aber nicht dazu benutzt werden, Qualitätsniveaus zu normieren, um die Menge an Wissensaneignung durch Kinder zu messen.
Die Kindertagesstätte ist ein Bereich, der Einfluß auf den Sozialraum nimmt und das Lebensumfeld der Kinder in der Region insgesamt verbessert. Dazu bieten sich vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit z.B.: Jugendamt, Jugendhilfeausschuss, umliegenden Kitas, Familien- und Erziehungsberatungsstelle, Kinder-Kultureinrichtungen, anderen Freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe.
Außerdem arbeiten wir in der AG nach §78 des KJHG mit und haben unsere Bereitschaft zur Mitarbeit am Qualitätsmanagement des Bezirkes für Kindertagesstätten erklärt.
Allgemeine Grundsätze
Die Eigenständigkeit der Einrichtungen bleibt unter dem Dach des Trägers gewährleistet. Entscheidungen für den Kita-Alltag werden in der jeweiligen Kita getroffen (Gruppenaktivitäten, pädagogischer Ansatz, Zusammenarbeit mit Eltern, Projektarbeit usw.).
Die vielgestaltige Struktur der modernen Familie wird von uns ernst genommen und in ihren unterschiedlichen Ausprägungen berücksichtigt.
Transparente Strukturen zwischen Eltern, Kita und Träger sind etabliert, dazu gehören die demokratische Organe: der Kita-Beirat der ErzieherInnen, die Elternvertreter, Fördervereine.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern soll eng und partnerschaftlich sein, als familienergänzende, erste öffentliche Bildungsstätte im Leben der Kinder ist die Kita dennoch kein Familienersatz.
Die Leiterinnen arbeiten mit ihren Teams aktiv daran, den Blick für Besonderheiten bei den Kindern (sowie Eltern, familiäres Umfeld usw.) zu schärfen. Rechtzeitiges Erkennen und schnelles Handeln sind die Grundvoraussetzung, um die Kinder vor Missbrauch zu schützen. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Familienberatungsstelle.
Wir sehen die Kindertagesstätte nicht nur als isolierten Raum für frühkindliche Erziehung sondern auch als soziale Komponente im Planungsraum des Bezirks. Dies bedeutet auch die Einbeziehung nachbarschaftlicher Strukturen und Aktivitäten in den Kita-Alltag.
Integration und Chancengleichheit für alle Kinder sind die Leitlinien unseres Handelns.
Konkrete Arbeitsstrukturen
Wir arbeiten nach Qualitätsstandards auf Basis des Berliner Bildungsprogramms und dokumentieren und evaluieren die Entwicklung der Kinder, rückwirkend auch auf die Arbeit der ErzieherInnen.
Die Kinder sollen Anregungen erhalten durch vielfältige pädagogische Angebote, die entweder ErzieherInnen auf Projektbasis durchführen oder von externen Fachkräften angeboten werden (Musik, Tanz, Naturwissenschaft, Sprache usw.).
Die ErzieherInnen nehmen neben ihren regelmäßigen Teamfortbildungen auch zahlreiche Angebote zur Weiterbildung wahr (z. B. Entwicklungspsychologie, Elterngespräche, Integration usw.).
Die Hanna gGmbH wird in der laufenden Arbeit durch eine Psychologin kontinuierlich beraten.
Gruppenaktivitäten, Fahrten und Feste sind für uns ein unverzichtbarer Bestandteil der pädagogischen Arbeit.
Die gesunde Ernährung der Kinder sehen wir als Basis jeder Entwicklung. Die Berücksichtigung individueller Notwendigkeiten ist durch die eigene Küche gewährleistet.
Der Zustand der Gebäude und Gärten ist ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit als Ganzes gesehen. Durch Sanierungsmaßnahmen ebenso wie durch kontinuierliche Reparaturen durch unser Hausmeisterteam oder Fachbetriebe wollen wir eine angenehme und anregende Atmosphäre schaffen (Gärten). Den Sanierungsbedarf realisieren wir auf Basis von Fördermitteln und aus dem laufendem Etat.
Indem wir den Verwaltungsbereich auf das Nötigste reduzieren und bürokratische Vorgänge standardisieren, verbessern wir den Einsatz der finanziellen Mittel.
Die Einrichtungen sind mittels moderner Technik vernetzt, so dass die Kommunikation miteinander unterstützt und verbessert wird.
Die Aktivitäten der einzelnen Einrichtungen werden in detaillierten Konzepten beschrieben.
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Der Träger ist benannt zum Gedenken an
Hanna Horst
* 27.09.1997
† 15.06.2001
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